Die Seegurke, das unbekannte Wesen

Man sieht sie bei uns nahezu überall am Meeresgrund – die Seegurke.

Kaum jemand weiß, dass dieser komplexe Organismus in Kroatien geschützt ist und nicht entnommen werden darf.

Grund sind die Essgewohnheiten der Asiaten, für die Seegurke im getrockneten Zustand eine Spezialität darstellt. In den 90er Jahren wurden so viele Gurken von uns aus in den asiatischen Raum exportiert, dass der Bestand ernstlich gefährdet war.

Die Seegurke gilt darüber hinaus als Staubsauger des Meeres. Sie durchwühlt den sandigen Boden nach organischen Bestandteilen, verschlingt das Sediment, und scheidet den reinen Sand wieder aus.

In nur einem Jahr reinigt eine Seegurke so rund 1000 m2 Meeresboden und filtert dabei an die 10.000 kg Sand.

Auch die Fortpflanzung geht auf faszinierende Art und Weise – vollkommen platonisch – vonstatten. Die männlichen Artgenossen scheiden Sperma aus, die weiblichen Gurken lassen Eier ab.

Treffen sich nun Eier und Sperma im Meer, wird befruchtet und der Embryo sinkt in den Sand ab, wo er dann langsam heranwächst.

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