Geht’s dem freien Meerzutritt an den Kragen?

Derzeit schwappt wieder einmal eine lang brodelnde Diskussion in Kroatien in die Höhe, aber schön der Reihe nach:

das Rechtssystem Kroatiens basiert auf dem römischen Recht, und an dessen Niederschrift war Kaiser Justinian I. (482 – 565 nChr.) maßgeblich beteiligt. Dieser weitsichtige Kaiser formulierte, dass es ein Naturgesetz sei, dass Luft, fließendes Wasser, das Meer und die Meeresküste ausnahmslos ALLEN Menschen gehöre.

So weit so gut! Wie wir Menschen eben so ticken, hat dieses eherne Grundgesetz im Laufe der fast zweitausend Jahre einige Sprünge bekommen.

Am Beispiel Kroatiens bedeutet dies, dass laut Status quo das Baden, das Spazierengehen und der Aufenthalt an Stränden für alle Menschen frei ist, der Zugang zum Meer jedoch bei weitem nicht mehr überall uneingeschränkt möglich ist.

Man denke an die verschlossenen Marinas oder auch an Werften. Hat man dafür gültige Konzessionen, kann man den Meerzugang beschränken.

Und jetzt tritt die Hotel- und Tourismuslobby auf die Bühne: man möchte mit Hilfe einer Gesetzesänderung Konzessionen für Strandbereiche erwerben und – und das ist jetzt die Vermutung der Kritiker – damit über eine Hintertür den Zugang zum Meer weiter einschränken, oder sogar kostenpflichtig zu machen.

Die politischen Vertreter dementieren vehement. Der Gesetzesentwurf sei noch in der Ausarbeitung, es gehe darin um eine „ganze Reihe von Instrumenten, die neben der Transparenz darauf abzielen, das maritime Gut für künftige Generationen zu schützen“, so Staatssekretär Josip Bilaver für das Nachrichtenportal Morski HR

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! 😉

Und hier noch der Tipp zum Traumurlaub